Möglichkeiten einer Insel

Führung in der Sammlung Scharf-Gerstenberg am 11. Februar 2026 um 16.00 Uhr

Die Welt ist unruhig, und sie ist schwierig. Wie gut, dass es Inseln gibt! Draußen, im Freien, oder inwendig imaginierte, die man überall finden kann, ob nun zu Hause oder an anderen Orten. Kunstsammlungen, insbesondere private, sind Inseln der besonderen Art. Ohne Rechtfertigungsdruck sind sie allein den frei gewählten Kriterien des Sammlers unterworfen. Mithin bieten sie einen Rückzugsort, der fernab der Welt ein eigenes Denken in Bildern ermöglicht.

Anlässlich des hundertsten Geburtstags von Dieter und Hilde Scharf beschäftigen sich die „Möglichkeiten einer Insel“ mit der Sammlerleidenschaft des Ehepaares und seiner Tochter Julietta Scharf. Erstmals werden im größeren Umfang diejenigen Werke gezeigt, die nicht zum Bestand der seit 2008 als Dauerleihgabe an die Nationalgalerie in einem eigenen Haus gezeigten Sammlung Scharf-Gerstenberg gehören.

Treffpunkt im Foyer des Museums, Schlossstr. 70, 14059 Berlin
Preis 22,00 € / 17,00 € erm.  (Führung / Eintritt)
Anmeldung erbeten

 

Der Bergmannkiez

Stadtrundgang am 23. Februar 2026 um 11.00 Uhr

Auf den ersten Blick vielleicht eine ungewöhnliche Strecke, aber wir haben viel Interessantes entdeckt. Der vor einigen Jahren umgestaltete Steinplatz, auf dem wir den ersten West-Berliner Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus finden, ebenso wie einen Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus ist unser Ausgangspunkt . Dem Bildhauer August Gaul, im Berliner S

Das Gebiet um den Bergmannkiez entstand während des rapiden Wachstums Berlins zur Gründerzeit und wurde als Ergänzung zum Hobrechtplan ab 1877 erschlossen. Dadurch, dass die meisten der Altbauten den Zweiten Weltkrieg mehr oder weniger unbeschadet überstanden haben, ist der Kiez in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben.Die Hausbesetzungen in den 1980er Jahren hatten eine umfangreiche Sanierung der Gebäude zur Folge. Die wesentlich verbesserten Wohnbedingungen und weitere Privatisierungen – auch nach der Wende – ganzer Gebäude führten und führen zu Mietenexplosionen und damit zur Gentrifizierung.

Wir beginnen etwas außerhalb des Kiezes vor dem Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg, ursprünglich die Garde-Dragoner-Kaserne, die von 1850-1854 für preußische Dragoner erbaut wurde und heute ein denkmalgeschütztes Bauwerk ist, das seit den 1920er Jahren zivil genutzt wird.Im Bergmannkiez sehen wir einen umfunktionierten Wasserturm, die beliebte Bergmannstraße, den nach dem Naturforscher Adelbert Chamisso (1781 – 1838) benannten Chamissoplatz  und die evangelische Passionskirche, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurde. Als eine von 14 städtischen Markthallen in Berlin wurde die Marheinekehalle Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Diese Hallen ersetzten damals die offenen Märkte auf verschiedenen städtischen Plätzen und garantierten bessere hygienische Bedingungen. Um Ihnen die Gelegenheit zu bieten, die Markthalle auch besuchen zu können, findet der Rundgang an einem Montag statt.

Leitung Susanne Storm und Heiner Wörmann
Treffpunkt Finanzamt Kreuzberg / Friedrichshain, Mehringdamm 22
Preis 20,00 (inkl. Informationsmaterial)
Anmeldung erbeten